Projekttage 2016

Wann wird gesiezt, wie wird richtig ein Tisch eingedeckt oder wie entschuldigt man sich? Die Grundschüler der Tullaschule Vimbuch sind nun kleine „Knigge-Experten“. Drei Tage lang setzten sich die rund 200 Schüler bei den Projekttagen mit Themen wie „Achtung voreinander“, Tischmanieren, Zauberwörter und Umgangsformen auseinander.

Die Idee dazu wurde in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe von Lehrern und Eltern geboren. Unter dem dazu kreierten Motto „Für mich, für dich, für uns“ sollen weitere Aktivitäten entwickelt werden, mit dem Ziel das Bewusstsein der Kinder für ein respektvolles Miteinander zu stärken. „Das Thema soll fester Bestandteil unseres Schulcurriculums werden und durch Projekte fest verankert werden“, erklärt Schulleiterin Brigitte Neubert. Die Projekttage vor den Osterferien wertete sie als vollen Erfolg. „Die Kinder hatten richtig Spaß“, resümiert sie. Die Klassenlehrer hatten sich einiges für die drei Tage einfallen lassen, um das Thema kindgerecht und spielerisch aufzuarbeiten. In einer Klasse wurde ein kleines Theaterstück erarbeitet, andere übten in Rollenspielen höflichen Umgang ein, andere nahmen Filme als Basis für Gespräche. Es wurden Benimm-Hefte gestaltet, Quizspiele oder auch Lektüren dazu gelesen. Richtig kreativ wurden die Grundschüler beim Basteln der eigenen Tischdekoration: Kunstvolle Serviettenringe, Papierblumen und Tischkärtchen wurden für die gemeinsame Tafel kreiert. Schließlich bildete ein gemeinsames Frühstück am Mittwochmorgen der Abschluss der Projekttage. Die Tullahalle war kaum mehr wieder zu erkennen: Jede Klasse hatte sich perfekt eine Tischtafel eingedeckt.

Beim gemeinsamen Frühstück bewiesen die Kinder, dass die Benimmregeln gar nicht so schwer sind. Äußerst diszipliniert reihten sie sich geduldig am Büfett ein, für das die Eltern viele Leckereien gespendet hatten. Gegessen wurde gemeinsam und natürlich wurde auch gemeinsam abgeräumt. Ohnehin war es den Lehrkräften wichtig, dass über die drei Tage die Schulgemeinschaft noch weiter zusammenwächst.

So trafen sich alle 200 Kinder jeden Morgen zum gemeinsamen „Guten Morgen-Lied“, bei dem deutlich wurde, wen man abklatschen darf und welche Personen man besser mit Handschlag begrüßt. Ähnliches Ritual beim Schulschluss am Mittag: Mit Begeisterung rappten die Kinder dann ihren „Benimm-Rapp“.

Drei Leinwände mit dem Motto „Für mich, für dich, für uns“, die die Kinder während der Projekttage mit ihren Handabdrücken gestaltet haben, werden sie fortan immer in der Aula daran erinnern, dass von gutem Benehmen alle profitieren.


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