Oliver Steller begeistert mit Musik und Poesie

Wenn einer weiß wie aus einem scheinbar trockenen Gedicht ein mitreißender Song wird oder aus einem Zungenbrecher ein tobender Saal – dann ist es Oliver Steller. Der Liedermacher verbindet Musik und Poesie auf eine Weise, die selbst Grundschulkinder nicht mehr loslässt. Kunstvoll vertont er seit über 20 Jahre lyrische Texte kunst- und hurmorvoll – eben so, dass sie Spaß machen – zu genialen Ohrwürmern, die schon die Kleinsten mitsingen und verstehen. Am Mittwoch 1. Juni 2016 war er in Vimbuch und begeisterte die Grundschüler der Tullaschule sowie der Aloys-Schreiber-Schule.

Eine Stunde zauberte Oliver Steller mit Wörtern so sicher wie mit seinem roten Schweißtuch oder den Saiten seiner Gitarre. Das lyrisch-musikalisch-schauspielerische Multitalent schafft es, alte Klassiker wie „Herr von Ribbeck“ zu entstauben und die Kinder zum Mitklatschen und Mitsingen zu animieren. Mit Mimik, vielen Spannungsmomenten und vor allem Humor wie ihn Kinder lieben, gelang es ihm, sie in seinen Bann zu ziehen. Ein Liedbeispiel: „Puhne zätzen“, was natürlich Zähne putzen heißen soll. Genauso wie es sich nicht gehört mit den „Pingern zu foppeln“ oder dass im Theater leise gepupst werden muss. Ganz nach dem Geschmack war verständlicherweise auch das freche Lied „Wenn die Mama morgens schreit“, dann dürfte die Antwort schon mal lauten „Die spinnt“, lacht Oliver Steller und hat damit die Kinder auf seiner Seite. Noch ein Punkt gab es, als er auch die anwesenden Erwachsenen den „Rollmops“ von Jürgen Spohn singen ließ – im Wettstreit gegen Jungen und Mädchen. Die Schüler genossen aber auch das Faultier von Paul Maar und „Ich bin ich“ von Irmela Brender. Absolut nicht fehlen durfte der Klassiker „Spinne Martha“ von Peter Maiwald, die von den Kindern bereits vor dem Konzert auf Bildern festgehalten worden war und die Bühne schmückte. Mehrfach forderten sie den Rezitator an diesem Morgen: Immer noch schneller sollte er seinen speziellen Zungenbrecher von den 17 Schnitzern wiederholen, unbedingt wieder sein rotes Tuch herzaubern oder noch eine Zugabe mehr präsentieren. Saxophonist Bernd Winterschladen, Vollblut-Jazz-Kontrabassist Dietmar Fuhr und Thomas Diemer am Schlagzeug Fridolin begleiteten Oliver Steller und seine Frieda (Gitarre) an diesem Morgen in der Tullahalle.


Zurück zur Übersicht