Vimbucher Ortschaftsrat besucht Schule

 „Die Tullaschule ist häufig Thema in Sitzungen, aber die meisten von uns waren länger nicht mehr hier. Wenn man selber alles gesehen hat, diskutiert es sich deutlich leichter“, begründete Ortsvorsteher Manuel Royal den ungewöhnlichen Ort für die jüngste Sitzung des Ortschaftsrats. Diese fand nämlich direkt in der Vimbucher Schule statt. Rektorin Brigitte Neubert und Konrektorin Barbara Lienhart gaben einen Überblick über den Stand der Schule, in der im laufenden Schuljahr 172 Schüler in neun Klassen von zwölf Lehrkräften unterrichtet werden. Für Neubert, die die Schule bereits seit 14 Jahren leitet, ist die Einrichtung „ein wichtiger Teil des Ortes“. Die Beteiligung der Schüler an Veranstaltungen in Vimbuch ist für sie daher eine Selbstverständlichkeit.

Ebenso nimmt die Schule eine wichtige Rolle bei der Partnerschaft Vimbuchs mit dem elsässischen Mommenheim ein. Jedes Jahr gibt es einen Austausch, und man besucht sich abwechselnd gegenseitig, wie berichtet wurde. Sehr stolz ist die Schulleiterin auch auf die zahlreichen Arbeitsgemeinschaften, die durch den Einsatz von Lehrbeauftragten angeboten werden könne. Besonders erfolgreich agierten in den vergangenen Monaten die Schachspieler. Das gute Miteinander von Schülern, Eltern und Lehrern sei ein besonderes Merkmal der Tullaschule. „So konnten wir schon einiges bewegen“, erklärte Neubert. Die Elternvertreter erarbeiteten ein Farbkonzept für Aula und Flure und legten selbst Hand an. „Sehr gelungen. Das war früher alles grau in grau“, erinnerte sich Klaus Seibicke (CDU) an seine eigene Grundschulzeit.  

Über digitales Lernen informierte Konrektorin Barbara Lienhart die Ortschaftsräte. Unter ihrer Leitung lernen die Schüler „andere Formen des Lernens“ kennen. „Heutzutage steht in fast jedem Haushalt ein PC – aber mit dem muss auch sinnvoll umgegangen werden. Da kann man mehr machen als Spielen“, erklärte Lienhart. Sie würde sich eine modernere Ausstattung wünschen, wofür der Bund wohl auch Mittel bereitgestellt habe. Es sei aber noch nicht klar, wie diese abgerufen werden können. Thomas Schlien (CDU) hatte dafür kein Verständnis. „Digitalisierung war ein Schwerpunkt im Bundestagswahlkampf, dann muss es jetzt auch vorwärtsgehen“, forderte er und schlug vor, eine Anfrage an den Bundestagsabgeordneten Kai Whittaker zu stellen.

Uwe Burkart (FW) erkundigte sich nach der Integration von Flüchtlingskindern. Hier zeigte sich die Rektorin sehr zufrieden. Auf Frage von Frank Kistner (FW) nach Sportunterricht im Freien teilte Brigitte Neubert mit, dass in den sechs Wochen vor den Bundesjugendspielen der Schulsport grundsätzlich draußen stattfindet. Außerdem wünschte sich Kistner die Einführung einer Bläserklasse. Stefanie Stedry (SPD) lobte das „gesunde Frühstück“, das einmal monatlich für alle Schüler angeboten wird.

Im vergangenen Oktober feierte die Tullaschule ihr 50-jähriges Bestehen, und „die Jahre haben auch am Gebäude ihre Spuren hinterlassen“, wie die Rektorin beim Rundgang durch das Schulhaus erläuterte. An einigen Stellen dringt Feuchtigkeit ein, und beim Bau sei das Dach nicht gedämmt worden, weshalb an heißen Sommertagen die Temperaturen in den oberen Klassenzimmern auch mal 35 Grad Celsius oder mehr betragen, berichtete Neubert.

„Wir wollen aber nicht jammern. Insgesamt steht die Schule gut da“, zog die Rektorin ein positives Fazit.


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